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Das Verschwinden der Roxana Rubin

Die Mockumentary entstand 2019 im Rahmen des Kulturcaster Projektes des JFC Medienzentrums Köln in Kooperation mit dem Rautenstrauch-Joest Museums.
Innerhalb weniger Tage erschuf die Workshopgruppe zusammen mit dem trickster-Duo einen Film, der in Resonanz zum Museumsort entstanden ist. Die tatsächlichen Inszenierungen und Ausstellungsaufbauten des Museums, Fragmente dessen realer  Geschichte und persönliche Assoziationen und Fantasien der Teilnehmer*innen wurden gemeinsam zu einer Geschichte gesponnen. Dabei wurden verschiedene Stadien des Filmprozesses durchlaufen, die Beschäftigung mit dem Filmgenre in Form von Beispielen, die erste Idee für eine Erzählung, ein Drehbuch, das Einüben von Text und Schauspiel, die gemeinsame Suche nach Kulissen und schließlich das Filmen, samt Lichtsetzung und Tonaufnahme.
Entstanden ist ein Film der Realität und Fiktion mischt. In die Museumsräume ist eine Wissenschaftlerin eingezogen, die durch ihre Privatsammlung führt, Insiderinformationen Preis gibt und schließendlich Fragen nach ihrer Glaubwürdigkeit aufwirft.

    Was bedeutet trickster?

    Mit Hilfe von Tricks die Ordnung des Universums durcheinander bringen –
    Das ist die (wesentliche) Aufgabe der mythologischen Figur des Tricksters und ebenso Teil unserer Filmphilosophie.


    Filme erschaffen immer ihre eigene Welt, mit eigenen Naturgesetzen, eigener Normalität. Der Trickster  sieht die Dinge aus einer anderen Perspektive und hat daher die Möglichkeit, sie kreativ umzudeuten.
    Ähnlich arbeitet der Film in aller Regel mit dem Abbild der wirklichen Welt und doch kann allein der Filmschnitt, eine zusätzliche Tonspur oder nicht zuletzt ein gekonnter Film-Effekt die realen Filmaufnahmen umdeuten und zu etwas Neuem werden lassen.

    Der Trickster nicht nur ein Schelm und Grenzüberschreiter, sondern auch jemand, der eine große Tat mit fundamentalen gesellschaftlichen Auswirkungen vollbringt.
    Geschichten, ob Film oder nicht, haben ihre ganz eigene Macht Botschaften zu streuen, an Diskussionen teilzuhaben, emotional zu fesseln oder Menschen zum lachen zu bringen. Und diese Möglichkeiten des Erzählens wahrzunehmen, auszuprobieren und gekonnt zu tricksen, darin geht es in unseren Workshops.